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Systemisches Arbeiten geht nicht auf einen Gründer zurück. Es entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten durch sehr unterschiedliche Menschen. Sie haben ihre Beobachtungen und Erfahrungen aus weit gefächerten Lebensbereichen zusammengetragen. Daraus entwickelte sich das "systemische Denken".
Im Familienmodell von Salvador Minuchin wird gut nachvollziehbar wie ein System (hier Familie) entsteht. Jedes System hat seine eigene Geschichte, Zielsetzung, Regeln und eine eigene Art zu kommunizieren.
Für die Beratung bedeutet dies: Das Augenmerk richtet sich nicht ausschließlich auf den Menschen, der offensichtlich ein Problem hat. Vielmehr wird auch das Umfeld, der Zusammenhang und die Bedingungen mit einbezogen, die Einfluss und Auswirkungen auf den "Betroffenen" und die Mitglieder des Systems haben.
In der systemischen Arbeit gehen wir davon aus, dass jeder Mensch Kräfte und Fähigkeiten in sich trägt, die ihm eine Vielzahl von Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten gibt. Oft ist er sich dessen nicht bewusst, er bleibt in einer vertrauten, Sicherheit versprechenden Handlung stecken, egal wie unglücklich er damit ist.
Hier ist dann systemische Beratung sinnvoll.
Im Leben kommen wir immer wieder in Situationen, an denen wir zweifeln und allein nicht mehr weiter wissen. Wir erleben wiederkehrende Schwierigkeiten und einengende Verhaltensmuster.
Durch die systemische Arbeitsweise können Sie Probleme auf ihre Lösungsmöglichkeiten hin ansehen und diese im geschützten Rahmen "ausprobieren". Sie erlangen mehr Einblick in die Entstehung eingefahrener Verhaltensweisen und können neue Wege suchen. Ebenso wichtig ist es, eigene Ressourcen zu erkennen und nutzbar zu machen.
In aktuellen Krisen können Sie die Situation "sortieren" und klären.
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